Skip to main content

Pannonia-Ring - da werden Erinnerungen an die Wasserschlacht von 2002 wach, und auch heuer hat das Wetter wieder "alle nass" gemacht... Diesmal allerdings waren Fahrer wie Zuschauer nur nass geschwitzt, bei Temperaturen bis 31 Grad kein Wunder! Hat es sich also doch gelohnt, dass die "Maderl und Buam" vom PC Wien erst den 3. Lauf auf den Pannonia-Ring geholt haben.

Ab Freitag Nachmittag lief die Fahrzeugabnahme wieder auf Hochtouren. Wiegen, Prüfen, Eintragen - allerdings ist der Aufwand durch die Datenbank erheblich reduziert worden. Weil die "Abnahme-Box" noch nicht frei war, fand das Ganze übrigens unter freiem Himmel statt. Diesmal ganz besonders wichtig: die Geräuschmessung. (Obwohl der Porsche ja weder Lärm noch Geräusch produziert - nein, das ist Musik in ihrer schönsten Form...). Im Reglement klar verankert ist die maximale "Dröhnung" von 98 + 2 db(A) + 3%. Und das ist ja auch gut so! Wenn aber bereits ein serienmäßiges Fahrzeug einen höheren Wert erreicht, kann das in Zukunft Probleme geben! Mal sehen, wie die Prüfung am Salzburg-Ring abläuft! Dort findet nämlich eine permanente Lärm - Messung statt, und zwar gilt die Obergrenze von 98 db (A)!

Das "Ringhotel" haben die Wiener telefonisch gebucht. Klingt ähnlich wie das RAMADA-Treff am Lausitzring - war's aber nicht. Eher so ein bisschen Jugendherberge, mit viel Flair und Dusche am Gang. Ach, wir sind doch alle eine große Familie...! Jedenfalls konnte man am Samstag lange schlafen, weil wir direkt neben dem Race-Tower nächtigten. Den lauen Freitagabend (bzw. die Nacht...!) verbrachte der Großteil der Fahrer und Besucher im Lokal von Mario, dem Wirt der Ring-Kneipe. Mit seinem freundlichen Personal (und dem leckeren Grillteller!) schaffte er es, die hungrige und durstige Meute zufrieden zu stellen. Er war auch am Samstag für das YOKOHAMA Catering zuständig - eine gute Entscheidung!

Nach der obligatorischen Fahrerbesprechung - die von Rennleiter gewohnt vollständig durchgeführt wurde, begann der Rennbetrieb am Samstag mit Freiem Fahren für alle Klassen, wobei die Teilnehmer am PC Fahrtraining mit den ClubSportlern auf die Strecke gingen. Durch die hohen Temperaturen waren die "normalen" Straßenreifen (2:16) relativ schnell an der Haftungsgrenze, und so verwunderte es niemanden, dass die Slickfahrer erheblich schnellere Rundenzeiten (2:04) auf den Belag brutzelten! In dieser Klasse lieferten sich Alexander Rappold und Jörg Peham mehrere Runden lang einen packenden Kampf um die Führung. Aber die "pole" auf so einem Kurs ist schon die halbe Miete, und so ging der Sieg in der ersten Sprintwertung an den Fahrer von der Scuderia Dorfen. Auch im 2. Lauf startete Alex Rappold wieder von Platz 1, und wieder bremste sich Jörg Peham vor den Kurven bis fast in den Endschalldämpfer seines Vordermannes - aber es reichte einfach nicht... Bis dann wenige Runden vor Schluss Jörg Peham als Erster über die Start- / Zielgerade donnerte, und auch als Erster die schwarz-weiß karierte Flagge sah! Weiter hinten im Feld lieferte sich Georg Zoltan ein heißes Duell mit Florian Albrecht. Kurz vor dem Rennende schaffte er es an ihm vorbei und belegte noch Platz 8.

Die SuperSportler mussten erstmal in der Gleichmäßigkeitsprüfung ein gutes Händchen beweisen, um sich die Chance auf den Tagessieg zu bewahren. In der Klasse 5 schaffte das Bernhard Fischer vom PC Vierseenland am besten, knapp gefolgt von Christoph "Schreze" Schrezenmeier. Dessen Porsche 964 RS war am Vorabend einer radikalen Gewichtsdiät unterzogen worden, um den Klassenwechsel von 4 in 5 gewichtsmäßig zu ermöglichen. Und dabei machten die "Pool-Schrauber" auch vor dem Innenraum nicht Halt. Der Lohn der Verwüstung waren immerhin 90 (!) Kilo, und bei der Leistungsprüfung katapultierte "Schreze" seinen abgespeckten Flitzer auf Platz 1, vor Reinhard Moser und Franz Kollitsch (beide auf 993 Cup).

Das Maß aller Fahrer war im ClubSport an diesem Tag Klaus Eberhard vom PC Wien. Letztes Jahr noch im SuperSport unterwegs, brilliert er heuer mit serienmäßigem 993 C2 als "pacecar"-fahrer - und eben im ClubSport. Im ersten Lauf zauberte er eine Abweichung von gerade mal 0,9 Sekunden in die Wertung - diese Gleichmäßigkeit konnte nur noch Fritz Böhler vom PC Wien "toppen": unglaubliche 6 (sechs!) Tausendstel fuhr er im Schnitt schneller als in seiner Referenzrunde!!! Mit dem 2. Platz in der Sprintwertung - hinter Günter Brenner und vor Walter Welte) war ihm der Tagessieg in der Klasse 4 nicht mehr zu nehmen.

Trotz der wirklich äußerst kräftezehrenden Umständen waren mit Verena Jendrzejzyk und Babsi Käser auch 2 "Mädels" am Start. Leider "versiebte" letztere die erste Gleichmäßigkeitsprüfung mit einer Abweichung von 6,760 Sekunden so massiv, dass sie in der Tageswertung nicht mehr über den 9. Platz hinaus kam. (und jetzt, geschätzter Leser, versuchen Sie doch einfach mal, eine fast 5 Kilometer lange Strecke - zwar ohne Ampeln, aber mit reichlich anderen Verkehrsteilnehmern - 10 mal zu fahren, und am Ende nicht mehr als 6, 760 Sekunden Abweichung zu erzielen! Ich denke mal, bis auf 4 oder 5 Minuten könnte ich das schaffen, aber bis auf wenige Sekunden...?!)

Egal also, in welcher Klasse - AlpenPokal bedeutet niveauvoller Motorsport zum Anfassen vom Allerfeinsten!

Nach diesem heißen Tag (in jeder Hinsicht!) gab's natürlich die Siegerehrung für alle Teilnehmer sowie die Gesamtsieger. Und zum Glück waren auch Ralph Haug und Günter Brenner unter den Siegern, denn deren Perfektion in Sachen Sektdusche ist inzwischen wirklich legendär und allererste Sahne... (was die Mitstreiter sicher bestätigen können!!!).

Es war ein schöner Tag, eine herrliche Veranstaltung - man kommt sehr gerne wieder! (es wäre eigentlich auch viel kürzer gegangen...) Bis zu den Übersee - Rennen ist noch etwas Zeit (...), deswegen freu' ich mich schon auf ein Wiedersehen - am A1-Ring!

Bis dahin Alles Gute...

euer Zuffi

Um die hierzugehörenden Ergebnisse anschauen zu können, bitte hier klicken.